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Der American Akita - Interview mit Erich

Der American Akita ist ein sehr grosser & kräftiger Hund mit ruhiger, würdevoller Ausstrahlung. Er ist harmonisch gebaut, mit viel Substanz und von schwerem Knochenbau. Der American Akita ist ein sehr selbstbewusster, eigenständiger Hund der Fremden gegenüber gleichgültig aber freundlich auftritt. Er ist aufmerksam, aufnahmefähig & mutig. Nicht verträglich mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen, nie unterwürfig und mit einem ausgeprägten Jagdtrieb versehen.

So die Standart-Beschreibung. Was aber steckt hinter dem verschmitzten Lächeln und der schwarzen Maske?

 

STECKBRIEF

Ursprungsland:          Japan

Standardnummer:      344

Widerristhöhe Rüden: 66-71 cm, Hündinnen: 61-66 cm

Verwendung:              Begleithund

FCI-Gruppe:               5 Spitze und Hunde vom Urtyp

Sektion 5:                   Asiatische Spitze und verwandte Rassen. Ohne Arbeitsprüfung.

 

 

INTERVIEW

Keiner kennt eine Hunderasse besser als jene, die Tag für Tag mit ihnen zusammen leben und erleben. Heute stellen wir euch mit Hilfe von Erich, Mitinhaber von athleticdog und Besitzer von 2 Exemplaren, den American Akita vor.

 

Für einen kleinen Vorgeschmack; Kannst Du uns Deine Hunde mit 3 Worten beschreiben?

Sie haben sehr viele gemeinsame rassetypischen Eigenschaften, über die erzähle ich weiter unten noch etwas. Aber unabhängig davon würde ich folgendes sagen:

  • Urtypisch
  • Grössenwahnsinnig
  • Konsequent

 

Könntest Du uns das mal erläutern?

Also Urtypisch einfach, weil sie nicht viel mit den heute am meisten verbreiteten Hunderassen gemeinsam haben. Ihre Instinkte, ihre Jagdtechnik und vor allem ihre Kommunikation habe ich bisher nur bei anderen urtypischen Hunden beobachten können.

Grössenwahnsinnig weil sie das auch wirklich sind. Ich muss aber dazu sagen, dass ein American Akita seine gesteckten Ziele meistens auch erreicht und alles dafür gibt. Diese Kombination aus Grössenwahn und unermüdlichen Willen bringt uns oft zum Lachen, kann aber auch sehr schnell nicht mehr lustig sein.

Konsequent im Sinne der Persönlichkeit. Ein American Akita hat eine Individualdistanz, Regeln und persönliche Vorstellungen von allem. Diese gilt es zu respektieren. Tun das andere Lebewesen nicht, wissen sie das schon zu vermitteln und zimperlich sind sie dabei nicht.

 

Erich, was kannst Du uns über die Geschichte dieser Hunde erzählen?

American Akitas haben den selben Ursprung wie japanischen Akitas. Sie wurden da für Hundekämpfe missbraucht und zur Bärenjagd eingesetzt.

Während des Zweiten Weltkrieges durften in Japan alle Hunde, die nicht für den Krieg oder das Militär existiert haben, getötet werden. So wurde der Akita mit dem deutschen Schäferhund gekreuzt, um das Gesetz zu umgehen. Deshalb entstanden da zwei verschiedene Rassen, der Akita Inu und der American Akita.

Die Rasse ist seit Oktober 1972 offiziell anerkannt (Eintragung in das Zuchtbuch und Zulassung zu den Ausstellungen), allerdings zeigen sie bereits seit dem Weltkrieg unveränderte charakteristische Merkmale.

 

Kannst Du uns Deine Hunde vorstellen?

Akuma ist ein Rüde, 3 Jahre alt und ein sehr spezieller Zeitgenosse. Er möchte eigentlich niemandem etwas Böses. Er lebt überwiegend in seiner eigenen Welt, träumt gerne vor sich hin. Allerdings ist er in gewissen Situationen unberechenbar. In seiner Welt setzt er die Regeln und Grenzen an die sich seiner Meinung nach Fremde halten müssen. Deshalb, und weil er ein ambitionierter Jäger ist, bleibt Akuma bei uns an der Leine. Er ist sehr selbstbewusst, hat aber einen wirklich weichen Kern.

Nubia ist unsere Hündin. Sie ist 2 Jahre alt und noch mitten in der Pubertät. Sie ist Fremden gegenüber misstrauischer als Akuma, hinterfragt alle Entscheidungen und Situationen und wägt immer ganz genau ab, was für sie am meisten Sinn macht. Sie ist sehr sportlich, mutig, aktiv und folgsam. Mit anderen Hunden ist sie grösstenteils verträglich, allerdings nur solange sie nicht beschützen will. Dann wird sie unangenehm und sehr dominant. Auch sie ist ein gnadenloser Jäger. Sie verfügt instinktiv über eine sehr präzise und erfolgsversprechende Jagdtaktik, und das weiss sie genau.

 

Vielen Dank! Wie verhalten sie sich so in der Familie und zu Hause?

Wir leben zu zweit mit den Beiden in einem kleinen Haus mit Garten. Kinder haben wir noch keine. Wir bemerken sie eigentlich nicht. J Sie bellen kaum, sind überaus respektvoll und geniessen es einen Ort zu haben, wo die Familie ganz in Ruhe unter sich sein kann. Am liebsten liegen sie im Garten, beobachten die Nachbarschaft, schnüffeln, schmusen und tollen rum.

Beide Hunde sind sehr verschmust. Sie schlafen allerdings nicht im Bett obwohl wir es nicht verbieten würden, sie schlafen auf dem kalten Fussboden oder in ihrem Bettchen.

Mit fremden Kindern sind sie freundlich, aber der Grösse entsprechend tollpatschig und grob.

 

Und auf dem Spaziergang?

Spazieren gehen wir da, wo kaum Menschen unterwegs sind. Beide Hunde sind meistens an der Leine, Nubia können wir auch mal loslassen, wenn weit und breit wirklich niemand zu sehen ist. Sie treten Hunden, denen wir als ‘Rudel’ auf dem Spaziergang begegnen, sehr klar und eindeutig gegenüber. Sie wollen nichts und niemand bei uns in der Nähe haben. Wird das missachtet oder nicht verstanden, zeigen sie das mit Körpereinsatz. Sie hören nie auf, bis sich das Gegenüber unterwirft oder zurückzieht.

Und dann ist da noch der Jagdtrieb. Der ist bei beiden so stark ausgeprägt, dass wenn sie eine Spur aufgenommen haben, sie nichts mehr hören. Da könnte ein ganzer Laster voll mit Futter stehen. Es gibt nicht besseres für sie als andere Tiere zu jagen.

Dazu kommt, dass sie sehr selbstständig und selbstsicher sind. Das heisst, sie können sich gut einige Kilometer von uns entfernen ohne ängstlich zu werden. Sie vertrauen uns, dass uns nichts passiert und sie uns alleine lassen können.

Deshalb sind unsere Hunde an Maulkorb gewohnt und fast ausschliesslich an der Leine.

 

Wie sieht es aus mit Kopfarbeit oder Spielen?

Sie spielen, im Gegensatz zu draussen, im Garten sehr gern. Nubia spielt am liebsten alleine, Zerrspiele mit Akuma oder mit uns mag sie aber auch. Akuma ‘kämpft’ am liebsten mit mir. Mit aller Kraft und vollem Körpereinsatz pöbeln darf er nur mit mir. Er muss manchmal etwas Frust ablassen und da kümmere ich mich um ihn. Mit den Frauen ist er sehr einfühlsam und lieb.

Kopfarbeit kommt eigentlich nur Nasenarbeit in Frage, wenn überhaupt. Auf dem Spaziergang finden sie Abwechslung meistens doof. Wir üben als Abwechslung auf den Spaziergängen immer mal wieder ein paar Kommandos, aber eigentlich nur weil normale Hunde das so machen.

 

Klingt als wären es eher ruhige Hunde. Wie ist das mit der Auslastung/Ruhe?

Nubia ist aktiver und braucht etwas mehr Beschäftigung, sie wird aber sicher noch ruhiger bis sie ausgewachsen ist. Allen in allem würde ich aber sagen, gehören American Akitas zu der ruhigeren Sorte.  

Unsere Hunde schlafen im Durchschnitt 10 Stunden am Stück in der Nacht. Diese lange Ruhezeit haben sie sich selber ausgesucht und die brauchen sie auch. Tagsüber sind sie die meiste Zeit im Garten, liegen da rum oder beschäftigen sich selber.

Bewusst ‘Auslastung’ in Form von Konzentrationstraining, Radfahren oder Training machen wir max. 1 Stunde am Stück, vielleicht 2x pro Woche

Spazieren gehen wir täglich zwischen 1,5 und 3 Stunden. Es gibt aber auch Tage die wir einfach zu Haue im Garten verbringen.

 

Das Zusammenleben tönt eigentlich ganz entspannt. Wieso liest man überall, dass American Akitas nicht leicht zu erziehen und halten sind?

Bis zu einem gewissen Grad kann man sie erziehen. Viel ist aber auch einfach Bindung und Einfühlungsvermögen. Man muss auch mal "s' Füfi lo grad si" und nicht immer alles zu ernst nehmen. Die Schwierigkeiten, die die meisten mit ihren American Akitas haben, kommen genau daher. Die meisten wollen sie nach einem 08/15 Lehrbuch erziehen, Verlagen von ihnen, dass sie sich unterordnen und dass sie aufhören bestimmte Dinge zu tun. Der Hund verliert das Vertrauen in den Menschen, fühlt sich nicht verstanden und fängt an, nach eigenem Ermessen zu handeln. Und wie bereits erwähnt sind die Ideen dieser Hunde meistens irgendwo zwischen Wahnsinn und komplett bescheuert.

Vielen Menschen rechnen nicht damit, dass diese Hunde nie aufgeben. Diese Hunde sind erst mit ca. 3 Jahren ausgewachsen und man sagt, dass die Probleme dann erst anfangen.

 

Welchem Typ Mensch würdest Du einen American Akita empfehlen?

Ich habe da ein ganz klares Bild vor Augen... Jemand, der wie gesagt, nicht zu ernst ist und nicht Wert darauf legt, dass alles immer reibungslos funktioniert. Es sollte jemand sein, der keine Probleme damit hat alleine, also wirklich alleine, spazieren zu gehen und auch mal mit unangenehmen Situationen klar kommt. Wäre ich Züchter, wäre ausserdem ein möglichst ausbruchssicherer Garten für mich Pflicht. Er oder sie muss sich ausserdem bewusst sein, dass die Erziehung das ganze Leben lang dauert und man sich damit abfinden muss, wenn der American Akita etwas gar nicht mag. So sind die meisten American Akitas auch nicht für das Grossstadtleben gemacht. Sie geniessen die Ruhe für sich alleine und genau so sollten ihre Besitzer sein.

 

Und würdest Du Dir wieder ein American Akita holen?

Ja, immer wieder. Ich freue mich auf die Zukunft mit unseren Beiden und bin gespannt, wie sie auf neue Lebenssituationen reagieren werden. Aber ich liebe es, wie sie den Alltag auflockern und einem oft dazu bringen, über sie, die Welt und sich selber zu lachen!

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